02.06.2020

Die derzeitige Situation und Gesetzeslage stellt mich vor Herrausforderungen und wirft einige Fragen auf, wie ich zukünftig meine Kurse gestalten möchte. Bis ich Antworten auf diese Fragen habe, habe ich mich entschlossen vorerst alle Kurse abzusagen. 

 

Eines sei schon verraten. Dieses Grundstück wird eine Rolle spielen...

 

 

04.04.2020

"Bricht irgendwo eine Epidemie aus, so wird dadurch etwas herbeigeführt, was der Mensch geradezu sucht, damit in ihm etwas ausgeglichen wird. Und wir können annehmen, daß der Mensch hineingetrieben wird in gewisse Verhältnisse, um eine Schädigung zu erfahren, durch deren Überwindung er sich der Vervollkommnung nähert"

Rudolf Steiner am 22. Mai 1910

 

Das schreibt Rudolf Steiner in seinem Buch: "Die Offenbarungen des Karma". Menschen wurden schon immer mit solchen tiefgreifenden Ereignissen, wie wir sie gerade erleben, konfrontiert. Manchmal passieren diese auf der persönlichen Ebene, wie z.B. eine schwere Krankheit oder der Verlust eines geliebten Menschen. Auf der universellen Ebene sind das Kriege, Erdbeben oder andere Naturkatastrophen. Jetzt können wir uns fragen: Warum passiert das?

 

Viele weise Menschen haben darauf eine Antwort: Wir brauchen solche schwierigen äußeren Bedingungen, um wachsen zu können. In den Zeiten, in denen es uns gut geht können wir zwar das Leben geniessen und Kraft tanken (was sehr wichtig ist) aber inneres Wachstum findet nur statt, wenn wir aus unserer Komfortzone herrausgerissen werden.

 

Nun ist aber die große Frage: Wie kann ich mit solchen schwierigen äußeren Herausforderungen umgehen?

 

Bei den meisten Menschen sind wahrscheinlich die ersten Impulse, sich mit genügund Vorräten einzudecken, sich selbst und andere vor Infektionen und Krankheiten zu schützen und sich das Leben trotz allen Widrigkeiten so gut wie möglich zu gestalten. So weit so gut.

 

Doch wie stellen wir uns unseren schwierigen Gefühlen wie Ängsten, Sorgen, Einsamkeit, Traurigkeit oder Verzweiflung?

 

Diese Gefühle verschwinden sehr wahrscheinlich durch all die Massnahmen, die wir im Außen ergriffen haben, nicht. Oder zumindest nicht für immer.

 

Wenn wir es schaffen in uns hineinzuspüren werden wir eine interessante Entdeckung machen:

 

All diese Gefühle kennen wir schon. Die waren auch schon vor der Corona Krise da. Vielleicht nicht so intensiv, aber es gab sie vorher schon und haben uns auch belastet.

 

Wenn wir also bis jetzt die Chance nicht ergriffen haben mit diesen schwierigen Emotionen zu arbeiten, bekommen wir nun eine neue Chance. Auch wenn das alles andere als bequem ist. 

 

 

26.02.2020

 

Wir leben in einer dualen Welt. Einerseits nehmen wir wahr, dass alles schneller, lauter und bedrohlicher wird, andererseits treffen wir immer mehr Menschen, die bewusster werden und im Kleinen viel Gutes für sich, ihre Mitmenschen und die Natur tun.

 

Sei es der Cafe-Besitzer, der mit viel Hingabe den Kaffee zubereitet und serviert oder Bauern, die statt Unkrautvernichtungsmittel zu versprühen alternative Anbaumethoden wie etwa Permakultur etablieren.

 

Auch wir können etwas tun: Wir können bei uns selbst anfangen, die Welt zu verändern.

 

Zum Beispiel könnten wir einmal schauen, ob wir uns in der jetzigen Lebenssituation noch wohlfühlen und Freude verspüren bei dem was wir tun.

 

Uns die Frage erlauben: Ist das, was ich tue heilsam für mich, meine Mitmenschen, Pflanzen und Tiere?

 

Dabei sollten wir nicht nur auf unseren Verstand hören, sondern vielmehr auf unser Herz. 

 

Um Antworten aus unserem Herz zu erhalten, müssen wir uns „Oasen“ schaffen. Im Alltagsbewusstsein ist es für die meisten Menschen schwierig auf ihr Herz zu hören.

 

Leider haben wir in unserer Gesellschaft verlernt bzw. überhaupt nicht gelernt auf unsere innere Stimme zu hören. Dabei liegen alle Weisheit und alle Antworten in uns selbst. Wir brauchen keine Politiker, Gurus und Lehrer, die uns den Weg zeigen. Vielleicht brauchen wir manchmal gute Informationen und Impulse von anderen Menschen. Die Wahrheit liegt aber in uns selbst.

 

Unser Körper ist dabei eine gute Hilfe. Er gibt uns alle Informationen, die wir brauchen. Doch meistens ignorieren wir sie. Psychische und physische Leiden deuten meistens darauf hin, dass wir uns irgendwie verlaufen haben.

 

Doch statt tiefer zu schauen und zu erforschen, wo der Ursprung liegt und was uns die Krankheit sagen möchte, machen wir weiter wie immer und wollen, dass die unangenehmen Dinge so schnell wie möglich wieder aus unserem Leben verschwinden.

 

Doch wir können wieder lernen auf uns zu hören und die Zeichen unseres Körpers zu deuten. Wir müssen nur den Mut dazu aufbringen und hinschauen. Dann können wir die Zeichen erkennen und unseren Kurs wieder zum Guten ändern.

 

Die Methoden die jeder dafür braucht sind so verschieden wie wir Menschen. Die Spanne dabei ist groß: Dem einen reicht ein Spaziergang in der Natur, der andere braucht ein mehrwöchiges Meditations-Retreat in den Bergen oder am Meer.

 

Heute möchte ich dich ermuntern zu schauen, wo deine „Insel“ ist. Wo hast du die Möglichkeit zu dir zu kommen und auf dein Inneres zu hören?